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Presse

25. Juni 2007
D/C Kader Lehrgang SP/NK in Berchtesgaden

Vom 21.-24.06.2007 fand ein gemeinsamer Lehrgang des deutschen D/C Kaders statt. Am Donnerstag erfolgte die Anreise durch die jungen Kaderathleten Spezialsprung und Nordische Kombination, den betreuenden Landesverbandstrainer sowie den beiden D/C Kader Trainern Christoph Klumpp und Sven Koch bis 18 Uhr in der Bundeskaserne in Berchtesgaden. Nach dem gemeinsamen Abendessen erfolgte ein koordinatives Übungsprogramm sowie ein gemeinsames Spiel.

Für die Spezialskispringer ging es am Freitagmorgen ins Salzburgerland, wo sich diese beim Freiklettern an einer freistehenden Felsenwand unter Beweis stellen konnten. Neben dieser doch sehr kraftaufwendigen Aufgabe, folgte im Anschluss ein ruhiges und gemütliches Badmintonspiel. Gegen 13 Uhr, nach dem Mittagsessen, fuhren die Spezialspringer zur Schanze, um ihre ersten Tagestrainingssprünge zu absolvieren. Die jungen Kombikollegen unter Leitung von Sven Koch trainierten hier bei nassen Wetterverhältnissen schon am Vormittag, als die Spezis im Salzburgerland beim klettern waren.

Drei Stunden später folgte, nachdem die Kombinierer ihre zweite Sprungeinheit absolviert hatten, auch das zweite Tagessprungtraining der Spezialspringer. Bevor dieses jedoch begann, erfolgte unter Leitung von Christoph Klumpp ein Aufwärmtraining. Hier waren kleine aufgebaute Hürden mit verschiedenen Lauf und Sprungübungen zu bewältigen. Nachdem auch die Spezialskispringer mit wiederum ca. 7-8 Sprüngen ihr zweites Tagesprogramm absolviert hatten, folgte im Schanzengebäude ein gemeinsames warmes Abendessen. Im Anschluss fuhren alle zurück ins Kasernengelände. Trotz des gemeinsamen D/C Lehrgangs waren Kombinierer und Spezialspringer hier in verschiedenen Gebäuden untergebracht, wo ihnen 4-6 Bettzimmer zur Verfügung standen.

Ehe an diesen Freitag der restliche Abend mit persönlicher Freizeitgestaltung ausgeklungen werden konnte, trafen sich alle Kombinierer im Dachstuhl in ihrem Schlafgebäude. Hier sammelte ihr Trainer Sven Koch die täglich zu pflegenden Übungshefte ein. Im Anschluss teilte er jeden Teilnehmer ein Blatt Papier aus, wo in schriftlicher Form folgende Frage an die Buben gestellt wurde - Wie und was ist für mich ein perfekter Sprung? “. Diese hieß es in den nächsten Minuten zu beantwortet, eine bildliche Darstellung war gewünscht. Neben den gedanklichen Hintergrund dieser Frage spielte die Rechtschreibung keinerlei Rolle, ein Befreiungsblick der Jungs stand ihnen im Gesicht geschrieben.

Während des Ausfüllens zeigten sich einige der Teilnehmern als schnelle Schreibmaschinen, andere machten sich die Aufgabe etwas leichter indem sie nur eine Skizze zeichneten und dieses kommentierten. Nach ungefähr 30 Minuten wurden die ausgefüllten Blätter wieder eingesammelt – zu späteren Zeitpunkt dann von Sven Koch auf Vollständigkeit ausgewertet. Es folgte noch ein kurzes Gymnastikprogramm, was mancher der Teilnehmer auch darunter verstand, ehe der restliche Abend von jedem individuell gestaltet werden konnte. Wie schon am Vortag ging um 22 Uhr in jedem Athletenzimmer das Licht aus.

Nach dem Aufstehen am Samstag um 6.30 Uhr folgte, bevor es gemeinsam zum Frühstück ging, der tägliche Morgensport. Jeder der Athleten wusste hier von selbst, welche Übungen auszuführen sind. So bedurfte es keinerlei Anleitungen von den betreuenden Trainern. Dehnübungen, ein leichter Lauf – so begann der dritte Lehrgangstagstag in Berchtesgaden.
Nach dem Essen machten sich die Kombinierer auf zum Sprungtraining in Richtung Schanze. Der Regen vom Vortag hatte sich beruhigt, so dass viele Sprünge absolviert werden konnten, ohne dass der Sprunganzug durch die Nässe immer schwerer wurde. Zwei Stunden später folgten die Spezialspringer, die sich wiederum mit Übungen mit kleinen Hürden, dieses mal jedoch auf Inlinern aufwärmten. Während die Trainingsgruppe um Trainer Christoph Klumpp, im letzten Jahr noch Co-Trainer NK von Sven Koch (im Bild links), einen Sprung nach dem anderen absolvierten, machten sich die Kombinierer auf den Weg zurück in die Bundeswehrkaserne, wo nach einer warmen Mittagsmahlzeit, eine Stunde Mittagsruhe auf den Programm stand. Im Anschluss machten sich die Buben inklusive Trainergespann in Richtung Österreich, wo die Spezialskispringer schon einen Tag zuvor verweilten. Aufgrund leichter Nässen war es diesen jedoch nicht gegönnt, genau wie die Spezis am dem freien Kletterfels zu klettern. Die Unfallgefahr war zu groß. Deshalb wurde improvisiert. Im Salzburger Land angekommen, wurden die Jungs in zwei Gruppen aufgeteilt. Abwechselnd hieß es für die einen, ihr spielerisches Talent beim Beach- Volleyball unter Beweis zu stellen. Je in vier Mannschaften wurde hier auf zwei Feldern – jede Mannschaft gegen jede – gespielt.

An der zweiten Station hieß es mit viel Gefühl die ersten Golfabschläge zu üben. Viele der Athleten hatten an diesen Tag das erste Mal einen Golfschläger in der Hand, umso erstaunlicher war es, wie sich diese nach einiger Zeit beim Golfen präsentierten. Nach einer Stunde tauschten die beiden Gruppen die Stationen, so dass jeder der Athleten in den Genuss beider Aktivitäten kam.

Nach zwei Stunden reinem Ballspiel ging es zurück zur Bundeswehrkaserne, in der sich auch eine Kletterhalle befand. Hier absolvierte jeder mindestens zwei Aufstiege, wenn auch auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Besonders beeindruckend zeigte sich hier Tobias Haug, der bei einer sehr steilen Wand, trotz enormen Kraftaufwands es ganz nach oben schaffte. Für einen den dieser Kletterwand überhaupt kein großes Problem darstellte, war der Biberauer Marc-Andre Möhring. Wie im Kombinationslauf huschte er einfach nur mal so, ohne großen Kraftaufwand, die Kletterwände hinauf.

Zum späteren Zeitpunkt, die Spezialspringer waren von ihrem zweiten Tagesspringen zurück in der Unterkunft, wurde gemeinsam Abend gegessen. Die beiden Trainer Sven Koch und Christoph Klumpp zeigten hier, das sie nicht nur gute Trainerarbeit leisten sondern auch, das sie hinter dem Grill eine gute Figur abgegeben haben. Nach dem Essen stand allen die restliche Zeit bis zur Nachtruhe zur freien Verfügung zu.

Einige beschäftigten sich damit das Gelände der Kaserne zu entdecken. Hier waren nicht nur der gesichtet Hubschrauber für die Buben interessant, sondern auch die Hindernisstrecke im Gelände, wo mehrere von leichten bis sehr schweren zu bewältigen Hindernisse vorzufinden waren. Wer natürlich denkt das es nur beim betrachten die Hindernisstrecke blieb, der irrt, denn wenn man schon mal die Möglichkeit dazu hat, musste diese natürlich auch gleich ausgetestet werden. Springen über tiefe Gräben, klettern und hangeln – den Jungs hat es mächtig Spaß gemacht. Die Fußballer unter den Teilnehmern machten sich auf den angrenzenden Fußballfeld außerhalb der Kaserne wo es zu einen Spiel Spezialskispringer gegen Kombinierer kam. Am späteren Sieg der Kombiererer war Martin Rostig, allein mit 8 Treffern beim 9:1 Sieg, beteiligt. Wie auch an den Tagen zuvor gingen um 22 Uhr die Lichter in allen Athletenzimmern aus.

Am Sonntag nach dem Aufstehen, dem Morgensport und dem Frühstück machten sich die Kombinierer, etwas später die Spezialspringer nochmals auf in Richtung Schanze, wo nochmals auf der K60 und K95 Schanze gesprungen wurde. Zu einem internen Skisprungwettkampf kam es hier bei den Kombis. (Ergebnis K60 und K95) Um die Mittagszeit erfolgte die Heimreise aller D/C Kaderathleten sowie der teilgenommen Trainer.

In einem gemeinsamen Lehrgang des D/C Kaders Spezialspringen und Nordische Kombination vom 21.06 bis 24.06.2007 in Berchtesgaden wurde den Teilnehmern ein gutes und abwechslungsreiches Tagesprogramm geboten. Mit großer Freude zeigten sich die Athleten nicht nur beim Sprungtraining auf den Schanzen in Berchtesgaden sondern auch beim Klettern im freien und in der Halle sowie beim Beach- Volleyball, Badminton, und Golfen. Bei der Zimmerbelegung im Kombinationsgebäude stellten wir fest, dass diese nicht nach Landesverbänden belegt waren, sondern sich eine bunte Mischung ergab, was sich sicherlich auch positiv auf das Kommunikationsverhalten Landesverbandsübergreifend ausgewirkt hat. Die Buben des D/C Kaders erlebten vier wunderbare Lehrgangstage in Berchtesgaden. Ein Dank für die gute Planung und Ausführung gilt den beiden Kadertrainern Christoph und Sven sowie den anwesenden Landesverbands- und Stützpunkttrainern.

Quelle: Junior-Jumping Nachwuchsförderverein e.V.

 
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