Samstag, 14. Oktober 2006
Schwarzwälder Bote, Lokalsport
13-Jährige trainieren wie Profis
Ski nordisch Beim SV Baiersbronn lassen Kombinations-Talente für die Zukunft
hoffen
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Auf viele weite Sprünge als Grundlage für
gute Kombinationsergebnisse hofft auch im kommen-den Winter Manuel Faißt.
Foto: Schwark |
Von Gerd Braun
Der nächste Winter kommt bestimmt«, heißt es im Volksmund.
Doch während manch einer Panik bekommt, wenn er nur ans Schneeschippen denkt,
freuen sich die Nordischen Kombinierer aus Baiersbronn auf den nächsten Wechsel
der Jahreszeit.
Momentan wird noch in der Halle, auf Skirollern und Mattenschanzen trainiert,
ab November geht's dann richtig los.
Wenn Christoph Klumpp von seiner sechsköpfigen Trainingsgruppe
erzählt, gerät er schon mal ins Schwärmen. »Das sind Rie-sen-talente«,
ist Coach der Leistungsgruppe 1a begeistert. Besonders die drei jüngeren
seines Teams lassen für die Zukunft große Hoffnungen gedeihen.
Die Rede ist von Christoph Frey, Manuel Faißt (beide Baiersbronn) und Tobias
Haug (Freudenstadt), alle SV Baiersbronn. Frey, Jahrgang 1992, und die beiden
anderen vom Jahrgang 1993 dominieren den deutschen Schülercup mit seinen
sechs Wettbewerben regelmäßig.
Insbesondere Manuel Faißt, Sohn des Nachwuchstrainers
Klaus Faißt (SV Baiersbronn) und Bruder der nun am Furtwanger Skiinternat
trainierenden Skispringerin Melanie, »gewinnt alles«, wie Christoph
Klumpp erklärt. Dabei sei er körperlich noch etwas hinterher, könne
hier mit dem Wachstum noch jede Menge Potenzial freisetzen. »Er ist in der
sportlichen Entwicklung zwei Jahre voraus«, analysiert Trainer Klumpp.
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| Zu den größten Talenten in der Baiersbronner
Trainingsgruppe zählt Tobias Haug. Foto: Fritsch |
Ähnlich gestaltet sich die mögliche Zukunft für
Tobias Haug, der erst seit rund vier Jahren mit im Team ist, aber schon enorm
gute Leistungen zeige.
Trainiert wird, in exzellenter Zusammenarbeit mit den Schulen
übrigens, zwischen sieben- und zehnmal die Woche. Die Trainingspläne,
die Christoph Klumpp seinen Jungs gestaltet, lassen selbst geübte Sportler
trocken schlucken. Etwa im drei-Wochen-Rhythmus stehen kompakte, jeweils fünftägige
Lehrgänge auf dem Programm, bei denen noch konzentrierter trainiert wird.
Schon am kommenden Mittwoch geht's wieder los. Nach einer Leistungsdiagnostik
an der Uniklinik in München (offizieller DSV-Partner) steht in Berchtesgaden
der letzte Sommer-Lehrgang mit den Schwerpunkten Sprung und Ausdauer auf dem Programm.
Vom 1. bis 5. November folgt dann schon das nächste Trainingslager in Inzell,
wo auch Einheiten im Eisschnelllauf und Eishockey auf dem Programm stehen. Von
dort aus fährt die Truppe dann weiter nach Ramsau, wo auf dem Dachsteingletscher
das erste Training auf Schnee ansteht.
Ab Mitte November, so hoffen Klumpp und seine Schützlinge,
ist dann das Training auf dem heimischen Kunstschnee auf den Ruhestein-Schanzen
und den Loipen auf dem Kniebis möglich.
Mitte Dezember gilt's dann, die Trainingserfolge in den Wettkämpfen umzusetzen.
Bei den jüngeren Athleten hofft Christoph Klumpp, in der Gesamtwertung Podestplätze
zu feiern. Die älteren Nachwuchskombinierer des Jahrgangs 1991, Johannes
Wasel (Freudenstadt), Jonas Würth und Tobias Finkbeiner (beide Baiersbronn)
wäre ein Abschneiden im vorderen Drittel des Deutschlandpokals ein guter
Erfolg. |